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29. Januar 2018

#BonjourAzubi: Das DFS beim Deutsch-Französischen Tag der Mobilität von Auszubildenden in Europa


2. Panel zum Thema "Die Mobilität von Auszubildenden – wie werden Hindernisse vor Ort überwunden"

Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland

Jean Arthuis, EU-Abgeordneter

Im Rahmen des Deutsch-Französischen Tages 2018 und des diesjährigen 55. Jubiläums des Elysee-Vertrags fand am 22. Januar in der französischen Botschaft in Berlin eine Diskussionsveranstaltung zur Mobilität von Azubis in Europa statt. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales lud die diplomatische Vertretung Frankreichs zahlreiche Institutionen und Unternehmen aus beiden Ländern  ein. Mit dem Hashtag #BonjourAZUBI stand das Event im Zeichen der Mobilität von Auszubildenden in Europa ein für beide Länder und für das DFS zentrales Thema. Neben Infoständen zu den Austauschprogrammen in Europa und speziell zwischen Deutschland und Frankreich standen drei Hauptthemen auf dem Programm, die im Format einer Podiumsdiskussion behandelt wurden: Während das erste Panel sich der Mobilität von Auszubildenden als Chance für Europa widmete, ging es im zweiten Panel um die Überwindung von Hindernissen vor Ort. Das dritte und letzte Panel zeigte, wie beteiligte Akteure sich für die Mobilität engagieren.
Frédérik Stiefenhofer, deutscher Delegierte im DFS, nahm am zweiten Panel teil und machte deutlich, dass die Sprache für die Teilnehmenden kein Hindernis sei, auch weil mit dem DFS-Austauschprogramm Sprachkurse vor und während der Mobilität angeboten werden. Teilnehmerinnen an früheren Mobilitäten zwischen beiden Ländern hoben die Schwierigkeiten während bzw. nach dem Aufenthalt im Partnerland hervor: Eine junge französische Auszubildende, die einen Auslandsaufenthalt in Deutschland absolvierte, sprach auf Deutsch von der Nicht-Anerkennung Ihres Diploms in Deutschland: „Man könnte noch an der Anerkennung französischer Diplome in Deutschland arbeiten“. Nun müsse sie ihre Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängern, obwohl sie schon einen Abschluss habe. Anhand diesem und weiterer Inputs diskutierten die Experten Verbesserungsvorschläge für die Mobilität von Auszubildenden. Jean Arthuis, EU-Abgeordneter, stellte seine Vorschläge für bessere Rahmenbedingungen von Auszubildenden-Mobilitäten vor. Er erwähnte längere Auslandsaufenthalte  der Azubis, („mindestens sechs Monate“) (übersetzt), damit junge Menschen wirklich in das Land eintauchen können - genauso wie die Studenten dies bereits tun. Gleichzeitig wurde der Mehrwert von kürzeren Mobilitäten (zwei bis drei Wochen) unterstrichen. Diese seien oft der erste Schritt und tragen dazu bei, dass die jungen Menschen Ihre Angst vor dem anderen Land verlieren. Jean Arthuis hob hervor (übersetzt): „15 Tage, drei Wochen machen Lust auf die Mobilität. Wir müssen weiterhin auf  kurze Mobilitäten setzen, da sie der erste Schritt sind.“. Moderatorin und Gäste verdeutlichten in diesem Gesamtkontext immer wieder, dass das Glas eher „halb voll“ als halb leer sei,  - wohlwissend, dass bei dieser Thematik noch Potenzial nach oben vorhanden sei. Des Weiteren wurden neben den Kritikpunkten auch positive Beispiele von gelungenen Mobilitäten genannt, wie der „Spluffin“ - eine Mischung aus dem Berliner Splitterbrötchen und dem Muffin, entstanden nach einem deutsch-französischen Austausch im Bereich Bäckerei. Zum Abschluss der Veranstaltung äußerte Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, den Wunsch nach einer „auberge franco-allemande“ und zog dabei den Vergleich zum bekannten französischen Ausdruck und Film „l’auberge espagnole“ (zu Deutsch: Zusammenfinden von Menschen verschiedener Kulturen).

 

Fotos: Copyright Boris Bocheinski


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